Archive for the ‘Berichte’ Category

Technikrunde 08-01-15

Mittwoch, Januar 16th, 2008

Am 15.01.2008 traf sich wieder einmal der Kernarbeitskreis zur Technikrunde in Flughafennähe und legte nun die nächsten konkreten Schritte fest.

Nachdem sich in unserem Büro die Regale mit Akten füllen, werden diese nun ausgewertet und so aufgearbeitet, daß wir bald wissen, was wir überhaupt alles an Papier haben und welche der Unterlagen für uns relevant sind. Schon jetzt ist die Datenmenge und der Umfang an Informationen überwältigend!

Darüber hinaus werden in den nächsten Tagen die Ersatzteilbestände an einem Ort gebündelt - nur an welchem? Wie leider so häufig hängen wir auch bei dieser Frage am Tropf anderer (zum Glück sehr verlässlicher) Stellen.

Und auch der Tropf namens Stellplatz unseres HANSA JET steht leider immer noch auf dem Tagesplan, da uns bisher kein entgültiger Raum zugewiesen werden konnte.

Dieses wird im Januar abschließend thematisiert werden müssen!

(…)

Wir haben diesen Verein mit der Zielsetzung gegründet, nicht nur einen HANSA JET nach Hamburg zurückzuholen, sondern diesen in absehbarer Zeit auch wieder in einen flugfähigen Zustand zu versetzen.

Die langwierigen und teils aufreibenden Vorbereitungen dieses Projektes beinhalteten unter anderem auch die langfristige Sicherung der Zusagen unserer Sponsoren und Helfer. Manche Stellen glänzen zu unserer großen Freude durch ihre Stetigkeit und Zuverlässigkeit.

Bis zu anderen Schreibtischen wiederum muß die Selbstverständlichkeit wohl noch vordringen, auf getätigte Zusagen auch eine entsprechende Handlung folgen zu lassen.

Aber machen wir uns nichts vor, diese Problematik tritt in allen Feldern des öffentlichen und auch privaten Lebens auf. Wir haben es hier also mit einer natürlichen, ja schon fast alltäglichen, rückgratlosen Erscheinung zu tun.

Warum sollte es bei dem Thema HANSA JET auch anders verlaufen als in Firmen aller Größen, Vereinen mit den unterschiedlichsten Zielsetzungen und Interessengruppen aller Art…?

Dank der vereinsinternen, starken Geschlossenheit und der hervorragenden externen Hilfe werden wir jedoch auch diese Frage bald zu unserer Zufriedenheit klären können.

Unsere Zielsetzung ist nun einmal ein zweiter Erstflug der WN 1025 - und diese können wir nur unter Beibehalt unser bisherigen Verbissenheit und Stetigkeit einhalten.

Und genau das werden wir…!

EG

HANSA JET wieder auf eigenen Beinen!

Mittwoch, Dezember 26th, 2007

Moin Moin,

die Rettung des Handlagers aus Lemwerder hat schon die ersten Früchte getragen: Das Bugfahrwerk steht wieder auf seinem eigenen Stossdämpfer!

Dies ging nur durch ein Ventil aus dem Fundus aus Lemwerder, welches ich installiert habe. Dadurch konnte auch das Bugfahrwerks-Federbein wieder befüllt werden.

Und Warum?

Also, das war so:

Die Federbeine wurden für den Transport in Manching alle ein wenig abgelassen, um die Höhe des Gespannes beim Transport zu verringern. Das Auffüllen der Federbeine der Hauptfahrwerke verlief problemlos. Beim Auffüllen des Bugfahrwerkes wurde jedoch das Füllventil beschädigt. Der Flieger musste vorn aufgebockt stehen. Aber nun steht er wieder auf seinen eigenen Beinen.

Also, schon der erste Erfolg unserer Lemwerder-Aktion…

Und die hatte auch weiteres Gutes: Ich habe nach einem Nachtdienst und der besagten Umräum-Aktion so gut wie noch nie geschlafen… :-) War ja auch immerhin 32 Stunden auf den Beinen!

So denn, viele Grüsse,

NILS-BÄR, der Schraubär :-)

“hol´doch mal eben was ab!”

Dienstag, Dezember 25th, 2007

Ein Bericht von Kevin Girnth zur Abholung uns angebotener HANSA JET Original-Ersatzteile am 21. Dezember 2007

Als ich Nils, der gerade aus der Nachtschicht kam, morgens um 7.30 abholen wollte, war das erste Problem, das es zum ersten mal so richtig geschneit hatte.

Also war ich, obwohl auch schon seit um 5.00 Uhr wach, schon mal spät dran. Je näher wir uns nach Lemwerder gepirscht haben, desto dichter wurde der Schnee und die Landschaft wurde deutlich weißer.

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Lemwerder bietet leider ein Bild des Trauers. Nichts ist bedrückender als ein LTB, der völlig Leer steht. Alle Gebäude befinden sich in traurigem Zustand, zumindest von aussen. Kein Flugzeug weit und breit. Kein Betrieb.

Die alte Ausbildungswerkstatt, aus der wir die Teile abholen sollten, war ein alter Flachdachbau, der schon viele Generationen von Mechanikern und Flugzeugbauern kommen und gehen gesehen hat. Nun ist alles in verfallenem Zustand aber voll mit Schätzen der aviatischen Vergangenheit.

Nils und ich hatten lediglich die Info, dass wir ein paar Fahrwerke abholen können, ein paar Actuatoren vielleicht und ein paar Schäferkästen mit Teilen.

ein paar…

Was sich uns dann letzlich darbot, glich eher einer Goldgrube.

In Automobilkreisen würde man wohl sagen, man hätte einen zwar eingestaubten, aber rostfreien und originalen Bugatti in der Scheune gefunden und der Besitzer wollte das Ding für’n Kasten Bier loswerden!!!!

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Ein Eldorado das wir “kurz vor Zwölf” gefunden und geborgen haben!

Viele Regalreihen mit Sichtlagerkästen gefüllt mit wertvollsten HFB-Originalteilen. Umlenkhebelchen, Drehwellen, Passbolzen, Kugellager, Winkelgetriebe und und und! Und vielfach sogar mit Zertifikaten und Anhängern!!!!

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Nun wurde uns sofort klar, dass das alles nicht in den Sprinter passt. Was nun? Wir schlugen erstmal vor zu selektieren, was wir als erstes mitnehmen könnten, aber man gab uns sehr vorsichtig zu verstehen, dass es keine Alternative gäbe und alles heute weg müsse. So oder so.

Was tun? Schnell bei Europcar einen 7.5t LKW organisieren. Den letzten Erhältlichen gab es in Bremen. Also die Hühner gesattelt und nach Bremen, LKW geholt und zurück nach Lemwerder.

Wieder angekommen, stellte sich ein neues Problem:

Die Regale passten zwar auf einen Hubwagen, aber die Hallentore waren zu niedrig, b.z.w. die Regale waren zu hoch.

Einzige Lösung: Setzkästen raus aus den Regalen, Regalständer durch das Fenster hinaus auf die Ladebordwand, Regale aufstellen und die Sätzkästen wieder einhängen. Danach das jeweilige Regal bis nach vorn auf den LKW schieben.

Angesichts der Bilder kann man sich vorstellen, wie viel Mühe es gemacht hat, diese Herkulesarbeit mit nur zwei Leuten zu bewältigen - allerdings mit zwei bis in die Haarspitzen motivierten HFBlern, die nicht willens waren, auch nur ein Teil dort liegen zu lassen!

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Nach gut 3-4 Stunden war das erledigt und das Verladen der der Fahrwerke und anderen Großkomponenten war dagegen das reinste Kinderspiel.

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Zum Schluß lenkte man unsere Aufmerksamkeit noch auf den Fundus an Dokumentation von verschiedenen Herstellern. Zum einen natürlich HFB320-bezogen, zum anderen dürfte ein weiteres Vereinsmitglied freudig überrascht sein. Dornier ist in Lemwerder auch nicht gänzlich unbekannt! Zu unserer Überraschung fanden sich sogar noch Handbücher für unsere Triebwerke.

Wir haben einfach mitgenommen, was die Ladekapazität hergegeben hat. Und der 7,5-Tonner war bis an die Laderampe voll. Ebenso der Sprinter.

Ich darf resümieren, das ich am liebsten einen 40-Tonner-Sattelzug geholt hätte, denn ich fürchte, daß viele schöne Teile und Dokumentationen nun im Altmetall landen werden. Die Fotos geben einen kleinen Aufschluss darüber.

Die Rückfahrt gestaltete sich relativ problemlos, bis zu dem Moment, in dem ich mit dem LKW durch einen unachtsamen Autofahrer ausgebremst wurde. Ich hörte im Laderaum einen unangenehmen dumpfen Schlag, der mir ins Ohr flüsterte, dass nun einige Flugzeugteile mitsamt Lagerkästen der Schwerkraft gefolgt sind.

Ich habe geflucht wie ein Kesselflicker!

Der Rest der Fahrt verlief ruhig. Wir hatten das gute Gewissen, einen für unsere Verhältnisse unbezahlbaren Schatz gehoben zu haben. Das Abladen der Fracht gestaltete sich um vieles einfacher als das Beladen.

Auch waren nicht so viele Materialen durcheinander gepurzelt wie befürchtet. Allerdings müssen nun einige Teile neu sortiert werden, da die Zuordnung nun ziemlich gelitten hat.

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Aber das wird schon noch… wir haben schon schlimmeres gemeistert!

Nun steht unser Fundus gut gesichert und trocken gelagert. Nachdem diese Arbeit erledigt war, alles abgeladen, einsortiert und für gut befunden wurde, machten wir uns um 23.00 uhr auf den Weg, den LKW bei Europcar abzugeben.

Um 0.30 war ich endlich im Bett.

Ich glaube das sowohl Nils, als auch Eckhard und auch ich gut schlafen konnten, denn wir haben Luftfahrthistorie gesichert. Mit viel Spontanität, Einfallsreichtum und jeder Menge Enthusiasmus, der uns vor allem zu später Stunde noch wachgehalten und vorangetrieben hat.

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Derjenige, der den Wert auch nur einer einzigen für die Luftfahrt zugelassenen Unterlegscheibe kennt, wird die hier geborgenen Werte besonders zu schätzen wissen.

Und hier gilt vor allem ein unbedingter Dank an Herrn Ammermann von Aircraft Service Lemwerder (ASL) der das alles erst ermöglicht hat, Eckhard für die Bewältigung der Herausforderung, am Freitag (generell ein Tag der höchsten Auslastung bei Autovermietern) einen LKW zu organisieren sowie unsere beiden geduldigen und verständnisvollen Frauen/Feundinnen, die länger auf uns warten mussten als geplant.

Kevin

Unser HANSA JET am Hamburger Flughafen

Donnerstag, November 1st, 2007

Moin Moin,

nu gebe auch ich mal mein Debüt hier in unserem neuen Blog!

Ersteinmal ein nettes Danke an Eckhard Giese, der Mensch in unserem Verein der sich um diese Homepage und um so vieles mehr kümmert! Eckhard, gut gemacht!

Tja, warum schrauben wir noch nicht in voller Kraft an unserem Hansa Jet, wo er doch jetzt in Hamburg ist, denken sich viele… Das kann ich vielleicht ein wenig aufklären!

Der Hansa Jet steht momentan noch sauber und trocken unter den Fittichen eines Hallenplatzes der Lufthansa Technik, den einige Vereinsmitglieder und ich erstmal organisiert haben. Wir können erst mit den Restaurierungsarbeiten beginnen, sobald wir einen ständigen Hallenplatz von der Flughafen Hamburg GmbH bekommen haben.

Sobald der Hansa Jet dort steht, können wir loslegen…

Allerdings erst, sobald sich die Technische Dokumentation gefunden hat! Soll heissen, die vorhandenen Dokumente müssen gesichtet und sortiert werden. Weil erst wenn die Technische Dokumentation steht, können wir uns in der Technikrunde des Vereins Gedanken machen, was wir an unserem Hansa Jet alles an Arbeiten durchzuführen haben.

Weil Ziel unseres genialen Projektes soll ja ein flugfähiger Hansa Jet sein, und an diese Idee sind nun mal gewisse Bedingungen und Gesetze geknüpft, die es einzuhalten gilt. Deshalb muss kurz gesagt erst einmal die Theorie stehen, bevor die Praxis kommt…

Es dauert halt ersteinmal ein wenig, bis das eben geschilderte Anläuft.

Nur das Gute daran ist, dass unser Hansa Jet in einem “Erschreckend guten Zustand” ist.

Es finden sich in der Zelle, an den Tragflügeln und am Fahrwerk so gut wie keine Korrosion. Die Hydraulikanlage sieht sehr gut aus. Und nicht zuletzt: Die Demontage zum Transport, welche von einem vereinsinternen excellenten Technikteam in Manching mit toller Unterstützung der WTD 61-Mannschaft durchgeführt wurde, ist sehr professionell durchgeführt worden. Soll heissen: Durch dieses Faktoren hat das Projekt ein sehr grosses Potential zum Erfolg!
Ich hoffe diese Erklärungen helfen denen, die nicht im “harten Kern” des Vereines tätig sind, die momentane Situation besser zu verstehen!

Viele Grüsse an Alle aus Hamburg

Nils-Bär, der Schraubär :-)