Archive for Februar, 2008

Die letzte Reise einer VFW 614

Donnerstag, Februar 28th, 2008

Im Westen ´was Neues:

Nicht nur HANSA JETs kann man auf der Straße bewegen, auch eine VFW 614 war in den letzten Tagen per Tieflader unterwegs. Hier nun eine Pressemitteilung des Freundeskreis VFW 614 e.V.:

“Unter großer Anteilnahme wurde in den letzten Februarwochen dieses Jahres von einem Team von ehemaligen Mitarbeitern des Aircraft Services Lemwerder ( ASL ) und des Freundeskreis VFW 614 e.V., Günter Döring, Klaus Müller, Josef Quaschny und Jürgen Zeisberg im Werk Lemwerder eine der letzten noch existierenden VFW 614 ( G14) zum Transport nach Berlin vorbereitet.

Sie wurde für die Überführung per Tieflader auf dem Landwege in wenigen Tagen demontiert und wird dann später im Museum für Technik in Berlin einem breiten Publikum zur Besichtigung zugänglich sein.

Der Freundeskreis VFW 614 e.V. ist sehr erfreut über die Tatsache, dass nun endlich auch eine VFW 614, die das zweite in der Bundesrepublik Deutschland gebaute Jet-getriebene-Verkehrsflugzeug nach dem Kriege war, interessierten Personen in einem angemessenen Rahmen präsentiert werden kann.”

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Die VFW 614 (G14) in Lemwerder - kurz vor der Zerlegung

EG

Webmailer - …@hansajet.de

Mittwoch, Februar 27th, 2008

Hallo zusammen,

allen Nutzern einer …@hansajet.de -Adresse ist es nun möglich, den Webmailer über den Webmailer-Login unter “Verwaltung” direkt aufzurufen - siehe rechter Bildschirmrand.

Das macht es von Fremdrechnern (z.B. Arbeitsplatz) aus einfacher!

Schaut einmal bitte nach rechts oben…

alles Gute

EG

Fortsetzung - Teilesichtung

Mittwoch, Februar 13th, 2008

Klaus-Peter Trogisch mit einem Bericht über die am 09. Februar 2008 erfolgte erste Sichtung unserer HANSA JET Original-Ersatzteile auf dem Airbus-Gelände

Dies ist nun quasi die Fortsetzung von “…wir holen mal eben etwas ab….” unter der Rubrik “… kurz Teile sichten und umräumen …

Wie bereits berichtet, hatten einige hartgesottene Vereinsmitglieder vor den Weihnachtsfeiertagen 2007 in einem wirklichen “Kraftakt” zwei Lkw-Ladungen voll Material aus Lemwerder vor der drohenden Entsorgung gerettet.

Rückblick hier

Nun galt es den in einer Halle auf dem Airbus-Gelände Finkenwerder “zwischengelagerten” Fundus erstmalig grob zu sichten und umzuräumen.

Nils Borkheim, Ludolf Ungerer und ich (Klaus-Peter Trogisch) trafen uns also am Sonnabend um 9:00h am Haupteingang von Airbus, um dann von Kevin Girnth ins Werk geholt zu werden.

Noch am Abend zuvor hatte mir Kevin auf Befragen mitgeteilt, daß die Aktion wohl in drei Stunden erledigt sein könne (sehr dehnbare drei Stunden…)

Schnell einen Schlepper mit Großraum-Werksanhänger sowie einen Gabelstapler organisiert, und schon konnte es losgehen.

Nils und Kevin kannten den geborgenen Schatz ja bereits, und mir quollen die Augen über!

Auf diversen beidseitig beschickten Plastik-Schippen-Ständern (gemein auch als Schäfershop-Kästen bekannt) befanden sich tausende von Kleinteilen, wie sie in der Luftfahrt zur Geräteinstandsetzung üblich sind:

Nieten, Bolzen, Schrauben, Muttern, Dichtringe, Splinte, Hülsen, Buchsen, Kugel-Lager, Unterlegscheiben, Fittinge, Rohrverbinder, Sicherungsringe - soweit das Auge reicht! Bis die Teile komplett identifiziert sind, wird wohl nicht nur mein bereits weisser Bart heller sein, sondern sich wohl auch mein Haupthaar verabschiedet haben :-)

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Sichtlagerkästen - soweit das Auge reicht!

Daneben “größere Einzelteile” wie Metall-Hydraulikleitungen, Stellzylinder, zwei komplette Bugfahrwerke, ein rechtes und linkes Hauptfahrwerk, diverse Gelenkwellen der berühmten Drehwellensteuerung der ohne Steuerseile fliegenden HFB 320, ein Rad und - last not least - ein komplettes Triebwerk GE CJ610-5.

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Ein CJ 610 auf dem originalen Wartungs- und Lagerwagen!

Herstellernamen wie “Automotive Products Ltd, Liverpool” (Bugfahrwerk), “Lockheed Precision Products Ltd” (Hauptfahrwerk), “Dunlop-England” (Räder), “STERER Los Angeles, California USA (div. Stellzylinder) sowie “SKYDROL (Ate Alfred Teves)” (Nitrogen Druck-Akkumulatoren) lassen das Herz höher schlagen.

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Eine schier unermessliche Menge Ersatzteile, die auf Erfassung wartet…

Wie kommt dieser Fundus zusammen?

Das Stichwort heißt ASL (Aircraft Services Lemwerder). Dort verblieb die Ausrüstung der Lehrwerkstatt, an der Mechaniker für die HFB320 HANSA JET ausgebildet wurden.

So befinden sich im Fundus nicht nur Neuteile, sondern auch “Gebraucht-Teile”, an denen eine Reparatur geübt werden konnte oder die auch mit nur minimalen Defekten den “Trainees” zur Untersuchung und dem Auffinden von Fehlern vorgelegt werden konnten.

Es findet sich beispielsweise eine Drehwelle, ausgebaut aus D-COSA, die eine “Rundlauf-Abweichung” aufweist! (… wer da wohl bei geöffneten Bodenplatten in der D-COSA wieder draufgelatscht sein mag??? )

Wie dem auch sei: Für uns sind diese Teile die absolute Goldgrube.

Darüber hinaus ist auch jede Menge Literatur vorhanden, meist Wartungshandbücher.

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Nur ein Teil der Dokumentation - die Darstellung würde den Rahmen sprengen

Mit einer 5-Megapix-Digitalkamera bewaffnet wurde jeder Schippen-Ständer beidseitig abfotografiert, um wenigstens einen Überblick über die Teile zu bekommen. Nächster Schritt wird dann ein genaues Zählen sein…

Mit dem vierachsigen Großraum-Werksanhänger zuckelten wir dann mehrmals über das Werksgelände, bis wir alles am neuen Standort hatten.

Für Nils, der auch einmal den Schlepper fuhr, wurden die Fahrwege zwischen den Gebäuden plötzlich zu ganz schmalen Gassen… In einer Kurve gelang es ihm nur dank der vorhandenen Randstein-Absenkung heil um die Ecke zu kommen!

Auch Elektro- und Gas-Stapler kamen zum Einsatz. Sonst hätten wir es niemals in den “drei Stunden” geschafft! ;-)

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Nachdem also nun alle Teile in besagten siebeneinhalb Stunden auf dem Airbus-Gelände von A nach B verbracht worden waren, ging es ans Flugzeuge gucken.

Ein Highlight ist dabei natürlich der A380 gewesen, dessen MSN 006 Singapore Airways demnächst auf der Strecke London-Heathrow - Singapur einsetzten wird und der zur Zeit noch die Kennung F-WWSC trägt.

Er wurde vor unserer Nase aus der Lärmschutzbox zur Parkposition geschleppt und dort abgetankt. Leider, leider (heul) gilt für diesen Flieger ein absolutes Fotografierverbot! - Seufz

Aber, die Supper Guppy Nr.3 (der auf Basis der Boeing 377 Stratocruizer entstandene Großraumtransporter und Vorgänger des Belugas) entschädigte dafür und war mir als Technik-Freak ein besonderer Leckerbissen.

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Suchbild: Wo ist das nächste Ojekt, das man wieder flugfähig machen müsste?

Ein immer wieder gerne gesehenes Fotomotiv ist und bleibt natürlich der HANSA JET, der auf dem Airbus-Gelände in Form der D-CARA vertreten ist. Auch hier allerdings nur bedingt zu Fotografieren, da besagter A380 sonst immer im Bild gewesen wäre…

Gegen 19:00h war dann auch das Licht fast verschwunden, so daß die gute alte NORA nicht mehr im besten Lichte stand, ebensowenig wie der Beluga Nr. 5.

Letzterer macht seinem Namen alle Ehre: Er ist völlig weiß!

Die Nr.5 war ursprünglich als “Special Transport” zum Verchartern für besondere Transportaufgaben auch an Nicht-Airbus-Kunden gedacht. Dabei wäre eine Airbus-Industries-Bemalung u.U. hinderlich gewesen, so daß man für diesen einen, besonderen Beluga eine Sonderlackierung vorgesehen hatte. Dies wurde allerdings bis heute nicht verwirklicht, so daß der Vogel nun buchstäblich als weißer Wal herumfliegt.

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Wer ist der Lauteste und Durstigste auf dem Foto?

Tja, und zu guter Letzt wurden auch noch einmal die Techniker gefragt…..

Eines der Fahrzeuge unserer kleinen Crew versagte, und es musste Starthilfe gegeben werden. Die Batterie hat nach nur 15 Jahren schon den Geist aufgegeben… :-)

Glücklich und zufrieden in dem Bewusstsein, wieder einen ganz kleinen Schritt in Richtung Endziel für unseren “Hansi” getan zu haben, fuhren wir nach hause.

Klaus-Peter Trogisch

Kommentar vom Admin:

Weitere Fotos dieser Aktion werden noch eingebunden, ausführliche Darstellungen aller geborgener Schätze wird an anderer Stelle auf unserer Internetseite beizeiten zu finden sein.

Dash 8

Montag, Februar 4th, 2008

Der aufmerksame Flugzeugfreund wird es bestimmt mitbekommen haben - die Bombardier Q-Serie, auch Dash 8 genannt, ist in den letzten Monaten immer wieder in die negativen Schlagzeilen geraten.

Innerhalb des Jahres 2007 kam es zu zahlreichen Notlandungen und Bruchlandungen aufgrund von Fahrwerksproblemen.

In dieser Folge gab es eine ganze Reihe von Untersuchungen, die den Auslöser der verschiedenen Unglücke offen legen sollte.

Aber nicht nur seriöse Zeitgeister befassten sich mit der Materie, auch die ewig spottende Presse machte sich über den “Pannenflieger” her.

Der beigefügte Link beispielsweise führt zu einer dänischen Seite, die den Leser selbst einmal einlädt, eine Dash 8 zu landen.

Aber Vorsicht - schneller als gedacht erwartet einen Böses…

klick

EG

farvel, Norway!

Freitag, Februar 1st, 2008

Einmal über unseren Tellerrand geblickt…
Kurzbericht zur umstrittenen Verschrottung der SS Norway

Wer sich für historische Fortbewegungsmittel interessiert, der dürfte seine Augen eventuell auch nicht vor den schwimmenden Pendants zu unseren geliebten alten Flugzeugen verschließen - den guten alten Schiffen, die als Zeitzeugen einer Epoche zum Teil bis in die Gegenwart gerettet wurden und so manche Geschichte aus der Welt erzählen könnten…

Und auch hier gibt es immer wieder traurige Neuigkeiten, z.B. wenn ein internationales Tauziehen um ein altes Schiff beginnt und zugunsten eines indischen Schrotthändlers entschieden wird. In diesem Fall ging es darum, einen ehemaligen Luxusliner zu retten und als schwimmendes Hotel zu betreiben; ein Schiff, das mit seiner einmaligen Linienführung und seiner interessanten Geschichte zu den ersten Adressen in der Szene gehörte und noch immer viele Liebhaber in den Bann zieht.

Doch leider gelang es einem “Stahlverwerter” aus Indien, dieses Schiff vor den verschiedenen anderen Interessengruppen abzugreifen und sein Schicksal zu besiegeln.

In diesen Tagen nehmen wir nun Abschied von der als France gebauten Norway, die nun (wiederum umgetauft in Blue Lady) zum Abbruch hoch oben auf den Strand von Alang in Indien nahe der Stadt Bombay gesetzt wurde.

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Deutlich zu sehen - der Abbruch der Norway hat bereits begonnen, obwohl vor Gericht noch nicht entschieden ist, ob die Verschrottung in dieser Form überhaupt legal ist…

Trotz eines langen Rechtsstreits und eines noch immer nicht abgeschlossenen Verfahrens ist inzwischen mit dem Abbruch des 1960 als France gebauten Transatlantikliners begonnen worden - ungeachtet der Frage, wie man denn der Unmengen Asbest Herr werden möchte, die als Isolationsmaterial verwendet wurden. Und genau so ungeachtet des finalen Beschlusses, der dann vielleicht einmal vorliegt, wenn von der Norway nur noch ein großer, schmieriger Ölfleck geblieben ist, der nach und nach ins Meer gewaschen wird.

Darüber hinaus ist die dort angewendete Methode der Verschrottung ohnehin nicht unumstritten, was durch den Spruch “ein Schiff, ein Mann” bekräftigt wird. Denn hinter diesem Ausspruch liegt die bittere Quote, nach der durchschnittlich ein Menschenleben pro verschrottetem Schiff zu beklagen ist. Teils ohne Arbeitshandschuhe, Oberbekleidung und Kopfschutz turnen tausende unterbezahlter Menschen durch die Rümpfe der Schiffe und trennen mit Brennern die Segmente auseinander.

Immer wieder kommt es zu Explosionen und Bränden in den Wracks, da z.B. Rohrleitungen mit brennbaren Stoffen nicht fachgerecht trockengelegt und gelüftet werden und damit naturgemäß recht impulsiv auf Schneidbrenner reagieren. Schwelbrände durch angesengte Farben und Beschichtungen ziehen durch die finsteren Gänge und ruinieren die Atemwege der Arbeiter, die ohne Schutzausrüstung diese Tätigkeiten verrichten müssen.

Und an Land türmt sich ein immer größer werdender Haufen an Müll und Schrott, gegen den jede westliche Mülldeponie wie ein Luftkurort anmutet…

Hier blutet also nicht nur einem Schiffsliebhaber das Herz (angesichts der modernen bauklotzähnlichen Konstruktionen auch ein herber Verlust in Sachen Esthetik).

Vielmehr stellen sich auch immer wieder Fragen nach der Sinnhaftigkeit lokaler Hyperventilationen wie z.B. Umweltplaketten, Abschlachtprämien für Altfahrzeuge und Dosenpfand, wenn rund um uns herum der Arbeitsschutz und Umweltschutz mit Füßen getreten wird.

Diverse Aktionen in unseren Breiten kommen einem vor wie der Handel mit Ablassbriefen, der bekanntlich letzten Endes auch keine Reinwaschung nach sich zog.

Da wir diese Fragen als Einzelne leider nicht beeinflussen können und die Welt ist, wie sie ist, bleibt uns leider nur ein Kopfschütteln als Reaktion.

Und allen maritimen Freunden sei der Anblick des folgenden Fotos empfohlen, so behalten wir die Norway doch gern in Erinnerung.

Norway 1981
Die Norway - noch zu besseren Zeiten

EG

Schulungsunterlagen

Freitag, Februar 1st, 2008

Moin Moin,

wie bekannt, wollte ich ja die Schulungsunterlagen einscannen.

Einiges ist auch schon gemacht, so ca. 1/5 ist schon digitalisiert. Durch die Ereignisse, die mich privat am Ende des letzten Jahres getroffen haben, ist das Thema natürlich weit in den Hintergrund gerutscht.

ABER!!! Dieses Wochenende werde ich den PC blockieren und weiter scannen.

Wenn das dann alles auch auf CD gespeichert ist, kann Ecki die Dateien auch hier zur Verfügung stellen.

Gruss vonne Werft ausm Dock4,

WoGri