Archive for Juli, 2008

…und wo wir gerade über Tempelhof reden:

Mittwoch, Juli 23rd, 2008

Die Berliner Luftbrücke wurde während der Berlin-Blockade im Zeitraum vom 23. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 eingerichtet, um die durch die sowjetische Besatzung eingeschlossene und von der Aussenwelt abgeschnittene Berliner Bevölkerung aus der Luft versorgen zu können.

Dieses bedeutende Ereignis liegt nun genau sechzig Jahre zurück.

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Eine C47 im Anflug auf Tempelhof

Wer einmal in die Vergangenheit schauen möchte, der sei hierzu herzlich eingeladen!

Zu empfehlen ist unter anderem der Link zu Wikipedia, dort sind die Hintergründe bestens zusammengefasst:

-> Geschichte der Berliner Luftbrücke <-

Soviel auch zur Bedeutung des Tempelhofer Flughafens, der ein wesentlicher Schauplatz dieser Zeit war und nun zum Spielball von Bodenspekulanten und profilneurotischen Politikern wird.

Welch´ Würdigung dieses Ortes…

EG

Ein Opfer der Bürokratie…

Montag, Juli 21st, 2008

Der Flughafen Tempelhof soll nach einer am 18. April 2008 eingereichten Petition lebendiges UNESCO Weltkulturerbe werden.

www.tempelhof-weltkulturerbe.de

Damit versucht eine private Initative engagierter Berliner Bürger, sich gegen die eigentlich längst beschlossene Schließung des Flughafens einzusetzen. Die Zielsetzung schließt ausdrücklich die Offenhaltung für den Luftverkehr ein.

Die Bedeutung dieses Flugplatzes dürfte auch weniger an Luftfahrt interessierten Menschen ein Begriff sein. Dieser Ort ist einer der Brückenköpfe der Berliner Luftbrücke, in der die Bevölkerung West-Berlins aus der Luft durch die Westalliierten im Zeitraum vom 23. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 während der Berlin-Blockade durch die sowjetische Besatzung versorgt wurde.

Vor allem aufgrund dieses geschichtlichen Hintergrundes ist dieser Ort in seiner vollen Größe und Funktion zu bewahren.

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Das Luftbrückendenkmal am Flughafen Tempelhof

“…Der Flughafen Tempelhof ist ein Geschenk der Geschichte an alle Berliner. Dieses Juwel gilt es sinnvoll zu bewahren und für die Nachwelt zu erhalten…”, so die Initiative.

…und so fordern wir die zuständigen Institutionen des Landes Berlin, der Deutschen Bundesländer und des Bundes auf, den Flughafen Berlin-Tempelhof als einmaliges kulturhistorisches Denkmal in seinem heutigen, funktionierenden Zustand zu bewahren und dem UNESCO Welterbekommitee zur Aufnahme in die Welterbeliste der Menschheit vorzulegen…” heist es weiter.

Das Ende von Tempelhof wurde bereits im Jahr 1996 durch den sogenannten “Konsensbeschluss“ eingeläutet - damals einigten sich Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann (CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) auf den Neubau eines Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI), in dessen Folge auch die Schließung der innerstädtischen Flughäfen Tempelhof und Tegel vereinbart wurde.

Nach verschiedentlichem juristischen Tauziehen mit den betreffenden Fluggesellschaften um die Einstellung des Flugbetriebs - zuletzt vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin - griff der Berliner Senat einen vorgeschlagenen Vergleich des OVG auf und erlies den Bescheid zum Widerruf der Betriebserlaubnis für den Flughafen Tempelhof zum 31. Oktober 2008.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg sowie auch das Bundesverwaltungsgericht bestätigten schließlich die Entscheidung.

Die Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof e.V. strebte durch eine Unterschriftensammlung einen Volksentscheid an, um die Schließung des Flughafens doch noch zu verhindern. Dieser fand am 27. April 2008 statt.

Er wurde jedoch abgelehnt, da bei einer Wahlbeteiligung von 36,1 % zwar 60,1 % der Teilnehmer dafür stimmten, jedoch bezogen auf alle Wahlberechtigten sich damit nur eine Zustimmung von 21,7 % ergab (notwendig wäre ein Viertel der Abstimmungsberechtigten gewesen).

Der Flughafen Tempelhof steht jedoch wie kaum ein anderes Bauwerk für die jüngere Geschichte Berlins, Deutschlands und der Welt.

Die Aufgabe des Tempelhofer Flughafens wegen möglicher juristischer Risiken für den Großflughafen BBI steht in keinem Verhältnis zum historischen Verlust“, so ein Sprecher der Initiative. “Ohne Tempelhof wäre die Weltgeschichte anders verlaufen. Das Thema gehört auf die Tagesordnung des Bundes, und der UNESCO“.

Daher verweisen wir an dieser Stelle gern auf die Internetseite der Initiative:

www.tempelhof-weltkulturerbe.de

Sollten Sie sich für eine Unterzeichnung der Liste entscheiden, werden Sie womöglich viele bekannte Namen wiederfinden - auch aus unserem Verein.

Wieviel dieser Schutz wert ist, sieht man aber an Dresden - siehe Waldschlösschenbrücke… Demnach wird es die verantwortlichen Herrschaften wohl kaum interessieren, was engagierte Bürger umzusetzen zu hoffen

EG

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PS.:

Und was soll nach Meinung des Berliner Senates aus Tempelhof werden?

Die Berliner Senatsverwaltung hat im März 2008 das städtebauliche Projekt Tempelhofer Freiheit vorgestellt. Darin ist die Einrichtung des Tempelhof Forum THF für Kultur-, Medien- und Kreativwirtschaft im ehemaligen Flughafengebäude vorgesehen. Darüber hinaus sollen am Rand des jetzigen Flugfeldes neue Wohnanlagen errichtet werden.

Dazwischen soll die unbebaute Grünfläche als Parklandschaft erschlossen werden.

Welch blühende Landschaften…

Spanien im Sommer 2008

Mittwoch, Juli 2nd, 2008

Während der Fußballfan in diesen Tagen etwas ernüchtert in Richtung Spanien blickt, schaut der Flugzeugfan eher interessiert auf das, was nun in Sevilla aus der Halle rollt.

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Der erste A400M - Nachfolger der Transall C-160

Der erste A400M wurde am 26. Juni 2008 vor die Hangartore gezogen. Dieses Exemplar wird eines Tages den Jungfernflug dieser Baureihe absolvieren - man weiss aber nur noch nicht so ganz genau, wann es denn geschehen wird.

Im Vorfelde gab es bereits mehrere Terminverschiebungen aufgrund von unterschiedlichen Problemen - zuletzt sollen es Schwierigkeiten mit den Triebwerken gewesen sein…

Als Ablösung für die doch schon leicht betagten Transall C-160 und Hercules C-130 wird der A400M in Deutschland, Frankreich, Spanien, GB, Belgien, Südafrika und sogar Malaysia in unterschiedlichen Stückzahlen zum Einsatz kommen. Bisher ist die Fertigung von etwa 180 Maschinen vorgesehen.

Mit einem Laderaum von ca. 17m × 4m × 3,85 m (L x B x H) kann der 400M deutlich mehr Ladung aufnehmen als beispielsweise die Transall oder die Herkules.

Die Reichweite beträgt mit 20 t Nutzlast über 6600 km - als maximale Zuladung sind über 37 Tonnen Nutzlast angegeben.

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Typische Konfiguration für Frachtflieger: Hochdecker mit T-Leitwerk

Ihr Wert besteht vor allem in ihrer Vielseitigkeit. Sie soll auf unbefestigten Pisten von unter 1000m Länge aus operieren können.

Dabei soll es ihr möglich sein, neben dem Transport von Gütern und Personal auch Lasten mit und ohne Fallschirm sowie Fallschirmjäger abzusetzen. Zudem soll der Flieger mit einer Lazarettausrüstung (”MedEvac“) eingerichtet werden können, um verletzte Personen zu transportieren - ähnlich der verschiedenen A310 der Luftwaffe.

Ebenfalls ist die Rolle als Tanker vorgesehen, jedoch ist hier wohl eher ein Einsatzgebiet für langsam fliegende Einheiten, wie z.B. Transportflugzeuge oder Hubschrauber wahrscheinlich.

Warten wir es ab - schließlich muß erst einmal der Erstflug stattfinden. Aber der kommt bestimmt!

Wartende Grüße

EG