UNSER HANSA JET ZIEHT UM

Dezember 21st, 2009

Immer wieder, liebe Leser, sprachen wir von unseren langwierigen Verhandlungen in Sachen “Hallenplatz” und den vielen Frustrationen, die wir im Laufe der Zeit am Hamburger Flughafen, aber auch in anderen Angelegenheiten überstehen mussten.

Dieses ist im Prinzip das Kapitel, das uns im Wesentlichen von der weiteren Restaurierung unseres Fliegers abhielt.

Auch kündigten wir schon oft an, es werde in Kürze eine Entscheidung zu dieser Frage geben, ohne dabei konkreter zu werden. Zu oft haben wir etwas bejubelt, was sich danach als Fehler erwies. Deshalb beschlossen wir, erst dann Ross und Reiter zu nennen, wenn kein Zweifel mehr an der Sachlage besteht.

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde des HANSA JET, es ist soweit, wir haben einen wesentlichen Fortschritt erzielt und freuen uns Ihnen nun mitteilen zu dürfen, daß unser Flugzeug am Samstag, den 16. Januar 2010 per Tieflader das Gelände des Flughafens verlassen und zu seinem neuen Standort überführt wird.

Und dieser neue Standort ist kein geringerer Platz als das Gelände des AIRBUS-Werkes in Hamburg Finkenwerder. Unser HANSA JET kehrt heim an seinen Geburtsort nach Finkenwerder.

Sobald die S05 quasi in ihren Kreißsaal zurückkehrt, sind auch endlich die Möglichkeiten gegeben, mit den Restaurierungsarbeiten zu beginnen und in geregelter Folge den weiteren Weg bis zur Wiedererlangung der Flugtüchtigkeit zu gehen.

Apropos Weg – der Weg durch Hamburg liegt ja nun noch vor uns. In alter Tradition, so könnte man fast schon schreiben, wird wieder die Firma Dehrner Transporte mit der Aufgabe betraut, unser Flugzeug aus Fuhlsbüttel abzuholen und nach Finkenwerder zu bringen.

Schon vor zwei Jahren organisierte uns Herr Egenolf eine reibungslose Überführung von Manching nach Hamburg. Auch im Januar werden wir wieder mit zwei schweren LKW sowie mit mehreren Begleitfahrzeugen unseren Bestand bewegen.

Und dieses ist nicht nur nötig und willkommen aufgrund unseres Wunsches, nun endlich mit der Restaurierung beginnen zu können. Den letzten Anstoß gab eine Nachricht vom Flughafen Hamburg, man habe zwischenzeitlich die Halle vermietet und fordere uns nunmehr auf, bis zum 31. Januar 2010 das Gelände zu verlassen. Bisher habe man uns auf dem Gelände geduldet, doch nun werde die Fläche benötigt, alternative Flächen seien für uns leider nicht verfügbar. Man wünsche uns jedoch für die Suche nach einer anderen Unterbringung viel Erfolg.

Diese Mitteilung markiert nun endgültig das Ende unserer gemeinsamen Zeit mit dem Hamburger Flughafen. Darum blicken wir nun nach vorn und freuen uns über die Aussicht, die uns südlich der Elbe geboten wird.

Wenn wir nun im Januar die Tieflader beladen und am Sonnabend auf einer noch festzulegenden Route durch Hamburg fahren, werden wir hoffentlich ein letztes Mal unser Flugzeug auf einer öffentlichen Straße bewegen. Das Ziel ist es, innerhalb der nächsten Jahre auf der zugewiesenen Stellfläche in einer Airbus-Halle unser Flugzeug vollständig zu restaurieren und in einen flugtüchtigen Zustand zu versetzen.

Zwar ist es bis dahin noch ein weiter Weg, aber dieser kann nun endlich beschritten werden.

Zuvor ist jedoch die Transportlogistik gefragt. Der Rumpf wird wieder auf einer sogenannten Kesselbrücke transportiert, während ein weiterer LKW, ein Gliederzug die Flügel und Triebwerksgondeln transportiert. Hinzu kommt noch ein LKW von Europcar, mit dem wir wieder Leitwerk, eines unserer Triebwerke und weitere Ausrüstung verbringen.

Die Beladung wird schon am Freitag erfolgen, der eigentliche Transport findet dann am Samstag statt – begleitet durch die Presse und von vielen Schaulustigen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier in unserem Vereinslogbuch, hier werden wir Sie über die weiteren Schritte informieren.

Fragen hierzu richten Sie bitte per E-Mail an info@hansajet.de, telefonisch erreichen Sie uns unter der Rufnummer 040 64506831.

Mit dieser frohen Botschaft endet nicht nur das Jahr 2009, sondern auch die Zeit am Hamburger Flughafen mit einer phantastischen Kehrtwende.

Bedanken möchten wir uns in diesem Zusammenhang bei der Lufthansa Technik für die großartige Unterstützung sowie bei den Kollegen der Lufthansa Cityline, die stets ein wachsames Auge auf unseren Flieger und die zahllosen Einzelteile richteten. Mit solchen Nachbarn kann man sicher sein, daß alle Teile dort bleiben, wo sie abgelegt wurden.

In diesem Sinne verbleiben wir mit den besten Grüßen und den besten Wünschen für das Jahr 2010

Eckhard Giese & Wolfgang Borgmann

HANSA Journal

Dezember 1st, 2009

Ab sofort informieren wir unsere Mitglieder und auf Anfrage alle interessierten Leser quartalsweise und darüber hinaus bei wichtigen Ereignissen und Entwicklungen auch zwischendurch mit unserem neuen Rundbrief, dem HANSA Journal.

Dieses erscheint schriftlich und wird postalisch versandt, gern lassen wir es jedoch auch hier im Logbuch herunterladen, was natürlich unsere Vereinskasse schont. Die erste Ausgabe finden Sie direkt unten im folgenden Beitrag, die zweite Ausgabe behandelt mit nur leichter Änderung das oben nachzulesene Thema HANSA JET Umzug.

Sollten Sie als Nicht-Mitglied interesse an unserem Journal haben, so bitten wir um eine kurze Mitteilungper E-Mail an journal@hansajet.de. Sie erhalten dann das Passwort, um die Beiträge einsehen zu können.

Bei weiteren Fragen hierzu senden Sie gern eine E-Mail an die o.g. Adresse.

Schreibende Grüße

EG

Geschützt: HANSA Journal 09/11/06

Dezember 1st, 2009

Dieser Beitrag ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


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Oktober 17th, 2009

Es gibt Internetplattformen, deren Zähler pro Tag um etwa vierzigtausend Treffer wächst. Deren Thema ist dann aber nicht die Restauration eines heimischen Flugzeuges sondern vielmehr das weltweite Handeln mit Gütern aller Art auf Auktionsebene.

Wir haben es mit unserem Spartenthema da schon etwas schwieriger - weshalb wir uns nun freuen, überhaupt die 40.000er Marke (seit dem Jahr 2004) überschritten zu haben.

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Im Hintergrund läuft bereits einiges an - so zum Beispiel die Erstellung einer vernünftigen Seitenarchitektur auf php-Basis, Planungen für ein umfassendes Materialverwaltungssystem und (nun denn endlich mal) ein Shopsystem. Alles recht viel, wenn man sich vor Augen hält, daß diese Aufgaben nebenher umgesetzt werden - sonst ginge die Umstellung sicherlich schneller.

Wollen wir doch mal schauen, wie weit diese Seite gewachsen ist, sobald die 50.000 überschritten ist.

Bis dahin zählende Grüße

EG

Häns’chen-klein

Oktober 1st, 2009

Guten Tag zusammen,

der aufmerksame Leser dieses Tagebuchs mag sich womöglich noch erinnern, wir waren vor einiger Zeit in der glücklichen Lage, uns ein Windkanalmodell des HANSA JET aus der Ausbildungswerkstatt von Airbus ausleihen zu dürfen, um dieses per Lasertechnik scannen zu lassen.

Als wir dieses damals unter großem Aufwand “vom Hallen-Himmel holten” und zum Transport vorbereiteten, fiel auch dem letzten von uns die seltsame Konfiguration dieses Modells auf.

Wie sich schnell ergab, handelte es sich hierbei um ein Windkanalmodel der HFB 330, des nie gebauten FAN JET.

Aber - wann hat man sonst schon mal die Gelegenheit, über ein derart perfekt dimensioniertes Modell verfügen zu können, und so fuhren wir fort mit der Planung.

Mittlerweile wurde das Modell gescannt und nach einiger Zeit auch wieder abgeholt und bei Airbus unter die Hallendecke gehängt.

Und nun wurde es ja Zeit, auch einmal zu schauen, was nun aus diesem Vorgang geworden ist. Und diese Zeit war am 30.09.2009 gekommen, als Wolfgang Borgmann und der Autor bei Firma Möbius erschienen, um mit Herrn Möbius persönlch über die weiteren Schritte zu sprechen.

Was wir dann vorfanden, begeisterte uns vollständig und übertraf unsere Erwartungen bei weitem! Während einiger zwischenzeitlicher Telefonate brachte ich die Idee auf, ein zerlegbares Modell im Maßstab 1:87 zu fertigen, damit man vielleicht einmal den Land-Transport des HANSA JET aus dem Jahr 2007 maßstabsgerecht auf einem HO-LKW nachstellen könnte.

Abgesehen davon, daß die nächsten Modelle (denn hier handelte es sich bekanntlich um einen ersten Entwurf) mit den Koordinaten der HFB 320 vermischt werden, so daß wir eine lupenreine 320 erhalten, war uns auf den ersten Blick klar, wie professionell hier gearbeitet wird.

Aber - schaun´se selbst:

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Inmitten der heute mitgebrachten Verkuylmodelle steht bereits der Rumpf einer HFB 330 zum Landtransport bereit. Nur noch das Höhenleitwerk müsste man demontieren…

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…und die Triebwerksgondeln, sonst müssen wir bei 3,80m Breite einen hohen Zuschlag wegen der Überbreite zahlen.

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Wie im Original als Aluminium, nur montagefreundlich per Steckvorrichtung und nicht mit zahllosen Flächenbolzen mit der Zelle verbunden!

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Man kann sich schon recht gut vorstellen, wie ein fertiges Modell auf einer “Kesselbrücke” hinter einem roten LKW wirken wird.

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Hier wird auf den zweiten und vielleicht auch erst dritten Blick deutlich, wo der Unterschied zwischen den Konstruktionen lag:

zunächst Entfall des Verdrängungskörpers am Leitwerk (später wieder eingeführt, da ein späterer Entwurf eine Leitwerksverstellung vorsah), Entfall der Verkleidung an der Seitenleitwerksnase mit fließendem Übergang zum Rumpf, natürlich die Verwendung der Mantelstromtriebwerke und der gestreckter Rumpf auf Höhe Einstieg

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Ein wunderhübsches Modell - und es ist nur ein erster Entwurf!

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Neben dem Windkanalmodell ist es wohl das einzig existierende Modell einer HFB330

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Und so sieht es auf dem Bildschirm aus, wenn die Dimensionen konfiguriert werden.

Bald gibt es hierzu mehr zu berichten, zunächst einmal werden die nächsten Entwürfe abgewartet und dann berichten wir wieder - über den Maßstab 1:87 und über noch viel größere Ergebnisse.

Um es aber gleich vorweg zu sagen, diese Modelle werden unbezahlbar und unverkäuflich sein. Eine Serienproduktion ist auf diesem Wege leider ausgeschlossen.

Fortsetzung folgt!

Maßstabsgerechte Grüße

EG

120 Jahre Erstflug

September 17th, 2009

In diesen Sommermonaten ist (von vielen unbemerkt) gleich zwei mal “genullt” worden. Naheliegend, daß es sich hierbei um fliegende (bzw. technische) Jubilare drehen muss.

Während der 150. Geburtstag von Hugo Junkers (3. Februar 1859) schon bald wieder verjährt ist, gab es nun ein paar weitere besondere Ereignisse, die jeweils 60 Jahre zurückliegen.

Am 27. Juli 1949 startete zum ersten Mal in der Geschichte der Luftfahrt ein ziviles Verkehrsflugzeug mit Strahlturbinen und läutete damit eine neue Ära in der Fliegerei ein. Noch lange vor der Boeing 707, der DC 8 “und wie sie alle hießen”, stieg der erste Prototyp der de Havilland DH 106 Comet hinauf in den britischen Himmel.

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Nach eingehenden Erprobungen nahm im Mai 1952 die British Overseas Airways Corporation (BOAC) als weltweit erste Gesellschaft den Liniendienst mit dem vierstrahligen, 36-sitzigen Tiefdecker auf.

Der Erfolg dieser neuartigen Entwicklung schien garantiert, doch schon bald zerplatzte dieser Traum  im wahrsten Sinne des Wortes.

Zunächst kam es zu Unfällen wegen mangelhafter aerodynamischer Leistung in der Startphase. Nach Behebung dieser Probleme stürzten einige Zeit später mehrere Comet 1 aufgrund von Materialermüdung (als Folge von Fehlern im Fertigungsverfahren) ab. Sie zerplatzten durch den Innendruck in der Kabine in großen Flughöhen nach Bildung von Haarrissen und gingen dabei vollständig zu Bruch.

Verbesserte Varianten, die als Comet Mk. IV in den Varianten Comet 4, 4B und 4C gebaut und verkauft wurden, erwiesen sich schließlich als zuverlässig. Doch der zeitliche Verlust sowie die Rufschädigung, die aus den Unfällen resultierte, konnte durch die Konkurrenten bestens genutzt werden.

113 Exemplare dieses Typs wurden gebaut, darunter auch Versionen, die die britische Marine als Seeaufklärer bis weit in die Zukunft betreiben wird. Diese auf der Comet 4C basierenden Nimrods werden stetig modernisiert und auf dem neuesten Stand gehalten.

Nur noch wenige Exemplare sind von der zivilen Version erhalten geblieben. Auch in Deutschland ist eine Comet 4C ausgestellt, sie ist in der “Flugausstellung Leo Junior” in Hermeskeil/Hunsrück zu besichtigen.

Und die anderen 60 Jahre? Wer ist denn der andere Jubilar?

Er bzw. sie ist weniger schnell, mit zwei Sternmotoren angetrieben und eher militärischen Charakters. Und da sich dieses Fluggerät besonders um den Flugzeugbau in Finkenwerder verdient gemacht hat, werden wir einmal reichlich ausführlicher.

Die Rede ist von der Noratlas des Herstellers Nord Aviation (SNCAN), die am 10. September 1949 zu ihrem Erstflug in Frankreich startete.

Insgesamt wurden von allen Versionen in Frankreich und in Deutschland (HFB) 425 Maschinen gebaut.

Abnehmer waren neben Frankreich und Deutschland auch Israel, Brasilien, Griechenland, die VR Kongo, Niger, Nigeria und Honduras.

Die Luftwaffe setzte die Nora bei den Lufttransportgeschwadern 61, 62 und 63 zum Transport von Material und Soldaten sowie zum Absetzen von Fallschirmjägern ein.  Ebenfalls wurde dieses Flugzeug im Rahmen von humanitären Hilfseinsätzen verwendet.

Für Hamburg ist dieser Flieger aus verschiedenen Perspektiven bedeutend. Hierbei handelt es sich um den ersten Deutschen Neubau eines Flugzeugs in dieser Größenordnung nach dem zweiten Weltkrieg - wenngleich es ein Lizenzbau war. Hinzu kam, daß schon damals eine Deutsch-französische Kooperation gegründet wurde, deren Auswirkungen beim Blick auf Finkenwerder und Toulouse deutlich sichtbar werden. Und nicht zuletzt gründeten sich die handwerklichen Fähigkeiten im Flugzeugbau auf dieser neuen Phase, nachdem in der Nachkriegszeit zunächst alles in Trümmern lag und nach dem 2. WK kaum noch Fachpersonal vorhanden war.

Und was ist heute aus den vielen Noras geworden? Die Mehrzahl wurde verschrottet, einige wenige sind verunfallt, und wiederum andere Maschinen stehen teils sehr traurig, teils bestens restauriert in Ausstellungen und Sammlungen zur Besichtigung frei.


D-ACUT in Hermeskeil

In der oben erwähnten “Flugausstellung Leo Junior” in Hermeskeil ist ein besonderes Exemplar ausgestellt. Es handelt sich dabei um eine Ex-Bundeswehr-Nora, die vom Betreiber “Elbeflug” im Jahr 1970 erworben wurde. Diese Gesellschaft hatte letzten Endes einen Wirtschaftsbetrug in großem Ausmaß als Geschäftsziel. Während man gigantische Gehälter an Eigentümer und Geschäftsführung ausschüttete, wurde der Frachtbetrieb niemals aufgenommen. Die Anleger verloren ihr Geld, während sich die Gesellschafter fürstlich entlohnten.

Insgesamt wurden (neben einigen DC6) 13 Noratlas erworben und zum Teil zu Frachtmaschinen umgebaut. Es wurden noch nicht einmal alle Maschinen umlackiert und keine erhielt jemals die Betriebsgenehmigung für Frachtflüge. Im Jahre 1972 wurde die Gesellschaft für Bankrott erklärt.

Damit ist die Geschichte der Noratlas jedoch noch nicht gänzlich geschrieben.

In Frankreich wurde Mitte der neunziger Jahre die Baunummer 105 von Flugzeugliebhabern flugtauglich restauriert. Sie ist die weltweit einzig flugfähig erhaltene Noratlas! Die Vereinigung “Noratlas de Provence” betreibt dieses Projekt in der Nähe von Marseille auf dem Gelände des Flughafens Marignan und setzt sie von dort aus zu Traditionsfügen und auf Flugveranstaltungen ein.

Erst im Jahr 2007 war sie in Hamburg auf den Airportdays zu bewundern.

Und was macht man mit einem solchen Jubiliar, wenn man schon einmal auf der Ecke ist? Man stattet ihm natürlich einen Besuch ab.

Einen Tag vor dem 60. Jahrestag hatte ich die Gelegenheit, die Nora in ihrem Nest zu besuchen und einmal die Umstände kennen zu lernen, unter denen am Mittelmeer dieses Flugzeug am Leben gehalten wird.

Herzlich empfangen von Gerard Marcheal wurde ich zum Flugzeug begleitet, das bereits von aussen durch den Zaun des Flughafengeländes zu sehen war. Natürlich an das Gute auf diesem Planeten glaubend dachte ich daran, man hätte sie aufgrund der häufigen Einsätze in diesen Tagen schon mal vor die Tore geschoben. Doch leider weit gefehlt - denn die Nora hat unerwartet ihren warmen und schützenden Hallenplatz verloren. Im Frühjahr dieses Jahres wurde die Gesellschaft aufgefordert, den Hangar zu räumen, da die Baufälligkeit dieses Gebäudes eine sichere Nutzung nicht mehr zuließe.

Und nun steht sie zusammen mit allen Bodengeräten, Containern, und Gerüsten etwa 500 Meter entfernt von der salzigen Mittelmeerbrandung. Suboptimal!

Gegenwärtig ist man bemüht, Sponsoren für die Wiederherstellung der Bausicherheit des Bauwerkes zu gewinnen, damit die Nora schnellstmöglich wieder geschützt untergebracht werden kann. Gedanklich fiebern wir mit - wissen wir doch, wie es ist, wenn man mit seinem Flugzeug immer irgendwie mit einem Fuß vor der Tür steht.

Gerard gewährte Zutritt zum Flugzeug und - was soll man sagen, dieses Ungetüm hat ohne Getümmel auf einem Flugtag, dafür aber in der sengenden carmarguaisischen Sonne und in Ruhe und einer gewissen Einsamkeit eine ganz besondere Wirkung und Ausstrahlung.

Und wenn bei einem gemeinsamen Gespräch im Cockpit ein ehemaliger Noratlas-Pilot (Gerard flog 7 Jahre lang eine Noratlas) davon berichtet, wie er Fallschirmjäger in Algerien absetzte und in dieser Zeit viele Flüge in der Wüste durchführte, dann wird Geschichte lebendig.

Hier folgen nun ein paar Aufnahmen aus dem September 2009 anlässlich des Besuchs in der Provence:


Der Flughafen nahe der Stadt Marseille


Nora und ihr bisheriges Nest - die nun baufällige Halle


schöne Farben - schönes Leitwerk


die markante grüne Nase


Nora, das Wüstenschiff


Die 105 ist schon reichlich über 50 Jahre alt


Schutzhauben über dem Hauptfahrwerk


Die Halle im Hintergrund scheint ihre Flügel auszubreiten


Ein einmaliger Anblick


Einen Tag nach der Besichtigung ging Nora wieder auf Tour…


…Luftlinie ca 10 km!


Typenschildgalerie der alten Dame


Schöne Aussicht


Was für ein Arbeitsplatz…


…noch ganz ohne Bildschirme!


Gerard berichtet aus alten Zeiten


Der Arbeitsplatz des Funkers - noch mit Morsetaste


“Kofferraum”


Bodengeräte mit eindeutiger Markierung


Mit allem, was dazugehört sitzt man nun im Freien


In Containern lagern die Ersatzteile, in Bürocontainern arbeitet man so gut es geht.


Und es geht gut! Gerard bei der Arbeit im Container-HQ


Eindeutige Belege für die innige Freundschaft zwischen unserem LTG 63 und der Nora-Truppe


Diese Nora kennen wir doch - es ist die Maschine, die auf dem Gelände der Hugo Junkers Kaserne in Hohn (LTG 63) abgestellt ist. Auch hierüber haben wir schon berichtet und an ihr schon restaurierende Hände angelegt.


Noch ein seltenes Relikt aus alten Zeiten, eine Dassault Mercure


Doch sie hat es leider schon hinter sich…


…genau wie diese Caravelle, die der Feuerwehr als Übungsgerät dient.


Nora im Spiegelbild der gesperrten Halle


Nicht gut

Vielen Dank, Gerard für diese Einblicke und bis bald - in Hamburg, oder Marseille oder wo auch immer eine ausreichend lange Piste zur Verfügung steht…

Und eines Tages fliegen wir vielleicht einmal Seite an Seite…

EG

Nachtrag von Christoph:

Die Geschichte der Comet / Nimrod ist aber noch nicht zuende - es werden noch neue gebaut, und zwar die Nimrod MRA.4 !

Kennungen der MRA4:

ZJ514 ex XV251 c/n PA-04
ZJ515 ex XV258 c/n PA-05
ZJ516 ex XV247 c/n PA-01
ZJ517 ex XV242 c/n PA-03
ZJ518 ex XV234 c/n PA-02
ZJ519 ex XV284 c/n PA-06
ZJ520 ex XV233 c/n PA-07
ZJ521 ex XV227 c/n PA-08
ZJ522 ex XV245 c/n PA-09
ZJ523 ex XV228 c/n PA-10
ZJ524 ex XV243 c/n PA-11
ZJ525 ex XV246 c/n PA-12

Zwar sollten das ursprünglich 21 Neubauten werden, die eigentlich auch schon lange im Einsatz hätten stehen sollen - und auch nicht 5.5 Milliarden kosten sollen :-O

Andererseits ist es schön, einen Klassiker der Luftfahrt weiterhin in der Luft zu wissen!

Damit gehört dieses Flugzeug in seiner Art zu den längsten, in Produktion befindlichen Flugzeugmustern.

Familientag bei AIRBUS

September 5th, 2009

Heute, also am 5. September 2009 findet in Hamburg Finkenwerder auf dem Airbus-Gelände der aktuelle Familientag statt. Aufgrund des erwarteten hohen Ansturms ist der Zutritt leider nur den Werksangehörigen gestattet - ansonsten würde sich wohl halb Hamburg auf die Beine machen, um A380 etc. aus der Nähe betrachten zu können.

Da wir mit unserem HANSA JET aber auch irgendwie zur Familie zählen (immerhin könnte man die HFB 320 als eine der Vorfahren der heutigen Airbusse bezeichnen …), sind wir mit einem kleinen überdachten Stand nahe der WN 1021 / S1 zur Stelle.

Für alle Interessierten, die leider keine Zeit oder keinen Zutritt zum Gelände haben, wird es hier nachher einen ausführlichen Bericht zu lesen geben.

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BERICHT

Stichwort Bericht - der Wetterbericht ließ zunächst nichts Gutes erahnen. Doch gegen 10h klarte es auf, Wind und Regen ließen nach und zeigten sich höchstens noch durch vereinzelte Schauer und Böen.

Als Stand wurde schon am Vorabend ein Zelt vorbereitet und zwischen Guppy und HANSA JET (WN 1021) aufgebaut.

Unser Anlaufpunkt war (fast) durchweg gut besucht - es ergaben sich im Laufe der Zeit viele interessante Gespräche. Auch nutzten viele unserer übrigen Vereinsmitglieder die Möglichkeit, einmal wieder untereinander in Kontakt zu kommen. Während der kurzen Regenphasen suchten auch “nicht unbedingt am HANSA JET interessierte” Gäste bei uns Unterschlupf. Aber auch bei diesen Standbesuchern konnten wir durchaus Interesse wecken.

Unser wohl ausgefallenster Gast war ein Baby, das von seinem gestressten Vater in unserem Zelt mit einer frischen Windel versorgt wurde.

Hoffendlich wird sich das Kind auch später bei dem Gedanken an vorgepfeilte Tragflächen wohl fühlen.

Nun aber erst einmal ein paar Fotos:

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Viele Grüße

EG

Der Blick in den Rückspiegel…

August 1st, 2009

… oder - was war in den letzten Wochen mit dem Verein los !?!

Nun, dem einen oder anderen Leser wird es aufgefallen sein, es herrschte ein wenig Ruhe im Logbuch - die sonst so lebhafte Seite hielt sich etwas zurück mit ständigen Wortmeldungen zu aktuellen Themen sowie zum Hauptthema HANSA JET.

Der Grund dafür war und ist, daß es im Hintergrund unglaublich viel zu bewegen gab, nicht nur zu unserem Kernthema, sondern gelegentlich auch einmal “auf ganz anderen Baustellen”.

Dabei verlief das erste Halbjahr alles andere als still und leise. Und deshalb gibt es nun auch eine kleine Zusammenfassung zu dem, was bisher die Gemüter bewegt hat.

Das Jahr fing alles andere als zufriedenstellend an, als das ehemalige Hamburger Kreuzfahrtschiff, die damalige TS HAMBURG und spätere MAXIM GORKIY trotz intensiver Vorbereitungen statt als Museumsschiff in Hamburg nun als Schrotthaufen in Indien enden musste.

Dabei hätte dieses traditionsreiche Schiff eine wunderschöne Attraktion auf dem diesjährigen Hafengeburtstag abgegeben. Diese Rolle übernahmen dann aber nicht nur die anderen Traditionsschiffe, sondern vor allem die “Patrouille de Suisse”aus dem diesjährigen Partnerland dieser Veranstaltung, der Schweiz. Diese Kunstflugformation übernahm im engsten Sinne denn auch die Rolle, denn selbige wurde in atemberaubender Manier über Hamburgs Hafen mehrfach geflogen. Dabei war es nicht nur die optische Wirkung, die uns Hamburgern den Atem verschlug, es war auch die Akustik, die durch Mark und Bein ging. Während meine Zeilen durchaus anerkennend und positiv gemeint sind, schlug dieser Darbietung in einigen wenigen Teilen der Bevölkerung auch Ablehnung entgegen.

An den Krieg fühlte man sich erinnert (F5 über Hamburg im Krieg?), Lärm und Umweltverschmutzung (und was passiert in Fuhlsbüttel jeden Tag - und warum dürfen dann noch alte Schiffe in Hamburgs Hafen qualmen?).

Viele - und so auch der Autor - waren begeistert und denken gern an diese Vorführung zurück.

Apropos Vorführung: unser Verein war ja nun auch nicht untätig - und so berichten wir zunächst einmal über die Öffentlichkeitsarbeit. Auch in diesem Jahr waren wir wieder auf der AIX (Aircraft Interior Expo) vertreten und ernteten immer mehr Beistand. Dieser ist beispielsweise dafür wichtig, unsere Triebwerke in den nächsten Wochen zwecks Instandsetzung fachgerecht zu verpacken und in die USA zu versenden. Darüber wird dann aber wieder in alter Manier ausführlich berichtet.

Nicht nur in Hamburg waren wir vertreten, auch in Berlin durften wir uns dieses Jahr auf dem Parlamentarischen Abend zeigen. Stellt sich der Leser nun die Frage, was wir auf diesen vielen Veranstaltungen denn wollen, ausser einen guten Eindruck zu machen, so ist eines ganz deutlich hervorzuheben: Ohne die richtigen Kontakte hat es unser Projekt sehr schwer. Erst durch die richtige Förderung können wir den steinigen Weg gehen, den HANSA JET wieder flugfähig zu restaurieren. Und diese Lobbyarbeit ist dabei ein ganz wichtiger Schritt. Lob und Anerkennung auf der einen Seite, aktive Zusage von Hilfe und Unterstützung auf der Anderen Seite ebnen uns erst den Weg.

Weg: da war doch noch ´was… Auf dem Rückweg von Berlin nach Hamburg legten wir einen kleinen Zwischenstopp am Luftwaffenmuseum in Berlin Gatow ein. Dort stehen zwei HANSA JET in mehr oder minder gutem Erhaltungszustand als Exponate im Freien. Dem Museum ist bezüglich des Zustands kein Vorwurf zu machen, denn der Hallenplatz ist nun einmal stark begrenzt. Und unter freiem Himmel wird vieles nun einmal nicht unbedingt besser. Abhilfe schafft hier eine Absprache zwischen unserem Verein und den Verantwortlichen des Museums, sich zukünftig gegenseitig zu unterstützen. Sobald die beiden HANSA JET, ein ECM-Flieger und eine VIP-Maschine, in die Restaurierung geraten, stehen wir gern helfend zur Verfügung.

Und damit wir nicht aus der Übung geraten (bei einigen hauptberuflichen Schraubern aus unseren Reihen auch nur schwerlich möglich), gibt es ja auch noch ein anderes Patenkind, dem wir unter die müden Flügel greifen. Die in Hohn abgestellte Noratlas (Kasernengelände - Alt Duvenstedt) steht nun schon seit langer Zeit etwas traurig am Haupteingang und sammelt Wassermassen. Um diese Maschine verdientermaßen zu erhalten, sind einige kosmetische Eingriffe erforderlich. Der Startschuss für diese Maßnahmen fiel ebenfalls in diesem Frühjahr.

Und wo hat bei diesen vielen Vorhaben nun noch der HANSA JET seinen Platz?

Unser Flugzeug steht ganz klar an erster Stelle - und daher nehmen wir jede Gelegenheit war, die Restaurierung vorzubereiten. Das fängt mit der Öffentlichkeitsarbeit an, geht mit der Beschaffung von Ersatzteilen weiter und endet damit, sich intensiv auf die tatsächliche Arbeit vorzubereiten. Dazu gehört auch das Thema “Umzug”, was ebenfalls separat behandelt wird.

Ach ja, Umzug: in umzugkartonartigen Behältnissen sind bekanntlich unsere Zeichnungssätze untergebracht, die derzeit von einigen Helfern durchforstet werden. Die Akten sind soweit erfasst und stehen in unserem temporären Verzeichnis (unser Behelfsbüro) übersichtlich und geordnet bereit.

Bereit stehen auch einige von uns, weitere Ersatzteile herbeizuholen, die uns vor einiger Zeit angeboten wurden.

Man sieht also, wir stehen nicht still, auch wenn es zwischenzeitlich einmal stiller um uns wird.

Zu guter letzt möchte ich aber noch ein Ereignis erwähnen, bei dem uns ein hübsches Stück HANSA JET übereignet wurde. Es handelt sich dabei um eine Plakette, die im eigentlichen Leben das Steuerhorn mittig ziert. Und genau eine solche Plakette ist uns von einem netten Menschen übereignet worden - wir können Sie in jedem Fall gebrauchen und halten sie in Ehren, bis sie vielleicht eines Tages einmal fliegen lernt.

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Und damit verbleiben wir erst einmal bis zur nächsten Zwischenmeldung. Diese wird nicht lange auf sich warten lassen, denn in diesem Jahr haben wir noch viel vor!

In diesem Sinne

E.

Heute vor 5 Jahren

Mai 17th, 2009

Am Montag Abend, den 17.05.2004 um 19h traf sich eine  luftbahrtbegeisterte und traditionsbewusste Gruppe, um einen Verein zur Rettung eines in Hamburg gebauten Reise- und Verkehrsflugzeug zu Gründen.

Fünf Jahre später blicken wir nun auf eine Gemeinschaft, die an den vielen, zwischenzeitlich aufgetauchten Hürden nicht zerbrochen, sondern sogar stetig gewachsen ist.

Vielleicht liegt es aber auch ein wenig daran, daß damals noch niemand ahnte, was sich uns alles in den Weg stellen sollte. Sicherlich ist der Hauptgrund vor allem in der guten Gemeinschaft zu finden, die sich zwischenzeitlich gebildet hat.

Ohne die vielen Kompetenzen in allen wichtigen Themenfeldern stünden wir heute wohl recht hilflos dar - wenn wir überhaupt noch stünden. So jedoch können wir auf eine sehr gute Struktur blicken, die in den letzten Jahren stetig gewachsen ist.

Daher danken wir nicht nur den vielen aktiven Mitgliedern dieses Vereins für ihre unermüdliche Arbeit, sondern auch den vielen Förderern, die uns immer wieder zur Seite stehen, wenn unser Projekt entsprechend Unterstützung benötigt.

In diesem Sinne, auf die nächsten fünf Jahre!

EG

ERSTFLUG vor 45 JAHREN

April 20th, 2009

Heute vor 45 Jahren, am 21. April 1964 hob zum ersten Mal ein HANSA JET von der Piste in Finkenwerder ab - die V1 startete um 10:29h zu ihrem Erstflug. Mit diesem Ereignis begann eine Reihe von umfangreichen Tests, an deren Ende ab 1967 die Fertigung des ersten zivilen, in Serie gebauten Passagierflugzeugs mit Strahlantrieb in Deutschland stand.

Wenngleich dem HANSA JET kein kommerzieller Erfolg vergönnt war, so reichen die positiven Auswirkungen dieses Programms hinein bis in die Gegenwart. Ohne Übertreibung kann mit diesem Flugzeug vom Wegbereiter der heutigen Airbusproduktion in Hamburg gesprochen werden. Und dabei ist nicht nur die eigentliche Fertigung der Flugzeuge in Finkenwerder, sondern die gesamte Zuliefer- und Ausrüstungsbranche zu nennen.

Freundliche Grüße

EG

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Ostern 2009

April 11th, 2009

Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Osterfest und ein paar ruhige Tage. Lassen Sie es sich bei diesem phantastischen Wetter gut ergehen.

EG

AIX 2009

April 2nd, 2009

Hallo zusammen,

mit einem feinen, kleinen Stand sind wir auf der diesjährigen AIX vertreten (siehe vorletzten Beitrag) und stehen einmal wieder Rede und Antwort in der Öffentlichkeit. Mit einer Stammbesatzung von vier Mann ist es dann auch möglich, sich etwas freier in den Messehallen zu bewegen und einmal zu schauen, was “die anderen” denn so schönes zeigen.

Bei uns mit dabei: HANSA JET Modell, Flugblätter, Bücher und jede Menge Informationen zu unserem zentralen Thema. Auch sind wieder Kaffeebecher unter die Leute gekommen. Ein Käufer stammte aus Korea, er war weder der Deutschen, noch der englischen Sprache mächtig - aber es gelang dann auch so, den Handel abzuschließen.

Der nächste Gast stellte schließlich alles in den Schatten, was wir uns hätten ausmalen können. Und wer stand da plötzlich vor uns?

Herr Nedim Sulyak, der Eigentümer der WN 1043 S23 in Istanbul, mit dem wir anfangs so zäh und verbissen verhandelten.

Nedim ante portas…

Mit dem Blick auf die Tassen begann er zu schwärmen und gestenreich zu betonen (wie bereits im Jahr 2004), sein Herz schlüge für den HANSA JET. Wie gewichtig der Herzschlag war, zeigte damals der von seiner Seite ausgehende Abbruch der Verhandlungen.

Beim Blättern im ausgelegten HANSA JET Buch entdeckte er auch ein Foto seines Fliegers - ein Grund für ihn, noch kräftiger ins Schwärmen zu geraten. Man habe die 1043 nun einem Museum in Istanbul geschenkt und man könne uns mit allen Ersatzteilen beliefern, wie wir überhaupt nur benötigten …

Aber Moment mal, haben wir diesen Wortlaut nicht schon einmal im Jahr 2005 gehört? Ja, da war doch soetwas! Schon damals wollte er eine Sache lieber einem Museum schenken, als an uns für gutes Geld zu verkaufen.

Dieser Sachverhalt ist im neuen HANSA JET Buch im übrigen ausführlich beschrieben - was Herrn Sulyak beim ersten Durchblättern offensichtlich entging, so daß er freudestrahlend drei Exemplare erwarb. Ob er noch immer so freudig strahlt, wenn ihm klar wird, daß er in unserem Buch nicht so sonderlich gut wegkommt?

Nun soll uns diese tragische Figur zur Stunde nicht weiter belasten, und deshalb betrachten wir nun noch mal ein paar Fotos unseres Standes. Noch bis Donnerstag sind wir im Hansepavillon anzutreffen - schauen Sie doch einmal vorbei!

Bis dahin vielleicht - alles Gute

EG

Und hier nun die Bilder:

HANSA JET - Infotafel

März 31st, 2009

Unsere erste öffentliche Infotafel ist montiert. Heute, am 31.03.2009 konnten wir endlich diese Tafel, bestehend aus einem originalen HANSA JET Modell von Verkuyl und einer mit technischen Daten bedruckten Aluminiumplatte im Café Himmelsschreiber am Flughafen Hamburg anbringen.

Schauen Sie doch mal ´rein - auf dem Weg zum GAT ist dieser nette Fleck nicht zu verfehlen.

Bis neulich

EG

Aircraft Interior Expo 2009

März 22nd, 2009

aix09.jpg

Es geht wieder los - vom 31. März bis zum 02. April 2009 findet die Ausstellung Aircraft Interiors Expo 2009 in Hamburg in den Messehallen statt. Und wie im letzten Jahr sind wir auch dieses Jahr wieder vertreten.

Mehr zu dieser Messe unter www.aircraftinteriorsexpo.com

Sie finden uns am gemeinsamen Stand mit dem Hanse Aerospace e.V. am Stand 6G81 im Hanse Pavillion

Bis bald

EG

Und wieder geht ein Teil Hamburgs …

Januar 24th, 2009

… in den Hochofen.

Guten Abend zusammen,

in diesen Tagen spielen sich in einigen Ämtern, in verschiedenen Enthusiastengruppen und vor allem bei den Initiatoren für ein besonderes Projekt Dramen ab, die man von aussen wohl nur bedingt nachempfinden kann.

Es war einmal im Jahr 1968, als im Auftrag der Deutschen Atlantic Linie bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG die TS HAMBURG vom Stapel lief.

Doch schon im Jahr 1973 geriet die DAL in Insolvenz, die TS HAMBURG stand zum Verkauf und wurde schließlich von der sovjetischen Staatsreederei SOVKOMFLOT über amerikanische Strohmänner erworben.

Als Maxim Gorkiy wurde sie dann ab 1974 ohne Unterbrechung bis zum Jahr 2008 eingesetzt. Letzter Charterer war Phoenix Reisen in Bonn.

Zum wirtschaftlichen Verhängnis wurde diesem Schiff der Dampfturbinenantrieb, der mit seinem sagenhaften Brennstoffkonsum nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben war/ist.

Aus diesem Grunde wurde dieses Schiff nun zum Verkauf angeboten - und von einem indischen Verwerter erworben.

Eine in Hamburg gegründete Initiative versucht(e) nun bis zum letzten Moment, eine Verwendung als Hotel- und Kongress-Schiff mit einem dauerhaften Liegeplatz in der Hansestadt konzeptionell einzubringen und bemühte sich dabei um Investoren und Genehmigungen.

Noch bis vor kurzem schien dieser Plan allein an den aufzubringenden ca. 4 Mio $US zu scheitern, jedoch sind nun Investoren gefunden, die diese Summe sowie die Folgekosten tragen können - und würden, wenn den seitens Hamburg eine Liegeplatzgarantie gäbe.

Sehr zur Überaschung aller wurde dieser Wunsch aber nun ausgeschlagen. Hamburg, genauer gesagt das “Strom- und Hafenamt” oder auf Neudeutsch “Hamburg Portauthority” (denn man leidet in Hamburgs Ämtern bisweilen auch am Verlust der Muttersprache) sieht sich nicht im Stande und ist auch nicht gewillt, für dieses Projekt einen Liegeplatz bereitzustellen.

Dabei bleibt völlig unbeachtet, daß hier ein tragfähiges Konzept vorliegt, bei dem mehrere Hundert Langzeit-Arbeitsplätze entstehen, garantierte Steuereinnahmen anstehen, ein weiteres Wahrzeichen ohne großen Aufwand installiert werden kann und damit in dieser bescheidenen Zeit ein deutliches Zeichen gesetzt würde.

So scheitert wohl im letzten Moment die Rettung dieses einmaligen Schiffes zugunsten eines Verschrottungsbetriebes in Indien, der in wenigen Wochen die Maxim Gorkiy auf dem Strand von Alang von unterbezahlten und schlecht ausgestatteten Arbeitern zerlegen lässt.

Übrig bleiben wird ein großer schmieriger Ölfleck, der langsam von der Tide in den indischen Ozean gewaschen wird.

Es ist nicht nur ein Jammer, sondern auch mal wieder eine bezeichnende Haltung der verantwortlichen Personen. Wir leisten uns in dieser Stadt lieber weiterhin bodenlose Fässer wie die Elbphilharmonie und treten einmalige Gelegenheiten dieser Art mit Füßen.

Eine Schande!

Und hier nun ein paar Aufnahmen der “TS HAMBURG” bzw. “MAXIM GORKIY”, damit wir sie nicht vergessen:

tshamburg2.jpg
Unweit des HFB-Geländes in Finkenwerder wurde sie gebaut

hamburg_1969-450.jpg
Den Namen HAMBURG trug sie leider nur wenige Jahre

maxim_gorkiy_helsinki_2006-450.JPG
Das heutige Erscheinungsbild

Bedauernde Grüße

EG